Was ist die Koerzitivfeldstärke?
Bedeutung
Die magnetische Koerzitivfeldstärke (Hc) ist die magnetische Feldstärke, die notwendig ist, um ein ferromagnetisches Material vollständig zu entmagnetisieren, nachdem es zuvor bis zur Sättigungsflussdichte magnetisiert wurde. Sie wird auch als Koerzitivkraft, Entmagnetisierungsfeldstärke oder magnetische Härte bezeichnet. Die heute gängige Einheit der magnetischen Koerzitivfeldstärke ist Ampere pro Meter (A/m). Gelegentlich wird noch die veraltete Einheit Oe (Oersted) verwendet.
Vereinfachte Beschreibung
- Hc = 0: Der Magnet ist vollständig entmagnetisiert.
- Hc > 0: Der Magnet hat noch Restmagnetismus.
Unterschied zwischen bHc und jHc
Zusammenhang mit anderen magnetischen Eigenschaften
- Remanenz: Die Remanenz (Br) ist die magnetische Flussdichte, die in einem ferromagnetischen Material zurückbleibt, nachdem es bis zur Sättigungsflussdichte magnetisiert und dann wieder entmagnetisiert wurde.
- Permeabilität: Die Permeabilität (µ) beschreibt die magnetische Durchlässigkeit eines Materials.
Weichmagnetische Materialien
- Haben eine niedrige Koerzitivkraft und lassen sich leicht magnetisieren und entmagnetisieren.
- Sie werden z. B. in Transformatoren und Elektromotoren verwendet.
- Weichmagnetische Materialien sind beispielsweise Eisen, Nickel und Cobalt
Hartmagnetische Materialien
- Haben eine hohe Koerzitivkraft und sind schwer zu entmagnetisieren.
- Sie werden z. B. in Permanentmagneten und Magnetfeldsensoren verwendet.
- Hartmagnetische Materialien sind beispielsweise AlNiCo, Neodym-Eisen-Bor